Samstag, 6. März 2010

Der Winter ist noch nicht vorbei...

Bereits gestern abend fing es erneut an zu schneien. Auf dem Garagendach vorm Badezimmerfenster sah es vorhin so aus:



Ungewöhnlich ist Schnee für "März" allerdings nicht. Ich habe in diesem Monat Geburtstag und kann mich sehr gut daran erinnern, dass früher häufiger Schnee lag, wenn gefeiert wurde. Allerdings war es manchmal auch schon so warm, dass erstmals Kniestrümpfe angezogen werden durften.

In dieser Region ist Schnee im März ebenfalls normal. In meinen Fotoordnern befinden sich sogar Schneebilder, die ich im April geschossen habe.

fallsmiley4

Dienstag, 2. März 2010

Weltgebetstag




In über 170 Ländern wird am 1. Freitag im März ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Frauen eines Landes (in diesem Jahr ist es Kamerun) verfassen die Liturgie für die ganze Welt.
Das jeweilige Land sowie die Situation der Frauen wird ausgiebig dargestellt, fördert das bessere Verständnis über nationale und konfessionelle Grenzen hinweg und lässt durch die kreative Gottesdienstgestaltung die Botschaft der Frauen und ihre Lebensgestaltung lebendig werden.
Mit der Kollekte werden weltweit Frauenprojekte gefördert.

Ich bin nicht das, was man landläufig Kirchgänger nennt. Aber mit spannenden Projekten lasse ich mich manchmal anlocken.
So z. B. mit dem Weltgebetstag der Frauen. Seit mehreren Jahren beteilige ich mich an der Vorbereitung und bin auch bei der Durchführung dabei.
Heute ist die Generalprobe - und am Freitag ist es so weit: Wir (in diesem Jahr haben evangelische Frauen die Verantwortung - im nächsten Jahr sind es dann die Katholiken und das Land wird Chile sein) stellen in Wort und Bild das Land Kamerun und die Situation der dort lebenden Frauen vor. Es werden schöne Lieder gesungen und der Abend klingt mit einem gemeinsamen Essen aus, welches von uns Frauen nach original kamerunischen Rezepten gekocht wird.

Bei einem der letzten Vorbereitungstreffen war ein Pallottiner aus Vallendar dabei, der 39 Jahre in Kamerun gelebt hat. Er hatte gerade Besuch aus Kamerun und den jungen Mann kurzentschlossen mitgebracht.
Die Beiden bestätigten uns, dass wir das Land sehr realistisch darstellen.
So etwas beflügelt natürlich zum Weitermachen, zeigt es doch, dass das Frauenkomitee eine gute Vorarbeit geleistet hat.

grouphugg55

Sonntag, 28. Februar 2010

Hat das gestürmt...!!!

Der neue Tag kündigte sich bereits stürmisch an. Im Lauf des Tages wurde es schlimmer und schlimmer.
Als ich gegen 13.30 Uhr von einer Dorf-Veranstaltung nach Hause kam, musste ich bereits kräftig gegen den Wind ankämpfen.
Gegen 14 Uhr ging garnichts mehr. Von jetzt auf gleich war der Strom weg, das Telefon funktionierte natürlich auch nicht mehr. Selbst das Handy war nutzlos!

Ich suchte unsere Freunde auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf, klopfte und wurde gefragt: "Möchtest Du einen Cappuccino?" "Klar" - beantwortete ich grinsend die Frage. Tja... und dann holte der Herr des Hauses einen Kochtopf aus dem Schrank, befüllte ihn mit Wasser und stellte den GASHERD an...!
Der Cappuccino hat natürlich supergut geschmeckt!

Wieder zu Hause angekommen, merkte man bald, dass die Heizkörper kalt und die Raumtemperatur merklich kühler wurde.
Nur gut, dass wir einen funktionierenden Kamin besitzen!

Mit Einbruch der Dämmerung trugen wir alles zusammen, was Ähnlichkeit mit einem Kerzenständer hat bzw. als Kerzenhalter benutzt werden kann, und verteilten es im Wohnbereich.
Der Inhalt der Gefriertruhe machte uns langsam Kopfzerbrechen.

Gegen 20 Uhr waren wir - endlich! - wieder am Stromnetz.
Nun erfuhren wir, dass rundherum etliche Bäume entwurzelt und zum Teil in Stromleitungen gefallen waren. Strommasten waren umgeknickt. Im rechterhand liegenden Nachbardorf war, wegen eines einbruchgefährdeten Wohnhauses, eine Straße gesperrt. Und das Dorf linkerhand ist vermutlich für ein paar Tage komplett von der Außenwelt abgeschnitten, weil die Straßen nach dort durch dichten Wald führen. Der viele Schnee hat den Boden so stark durchfeuchtet, dass die Bäume an Standfestigkeit verloren haben, durch den Sturm in Schieflage gebracht wurden und reihenweise umgefallen sind bzw. noch umzufallen drohen.

Hier ist, wie durch ein Wunder, alles heil geblieben. In der Nacht soll es allerdings noch heftig weiter stürmen. Zudem ist - wieder einmal - Schneefall angesagt.

Mal sehn, wie uns der morgige Tag begrüßt.

twister3

Danke für die lieben Genesungswünsche! Ich denke, noch ein paar Tage - dann ist alles endgültig überstanden.

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